Kapitel
Specials
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| Fatu Hiva |
24.May.2002 |
| Zu Beginn der Nacht verzeichneten wir keinerlei Wind. Wir liefen unter Motor um überhaupt Distanz zu machen. Plangemäss wollten wir am Freitag ankommen. Noch etwa 100sm to go. Unter zuhilfenahme des Motors wären das in etwa 24 Stunden Fahrt, der Ankunftstermin würde also die nächste Nacht sein. Dank dem hellen Mond würde das in einer Bucht wie der auf Fatu Hiva keine Schwierigkeiten gehen. Trotzdem es nicht gerade erheitend.
Gegen 02:00 Uhr morgens war ein Lufthauch aus Süden zu spüren. Wenn diese Brise auch nicht ausreichte das Schiff anzutreiben unterstütze sie den Motor und die Saliara lief einen halben Knoten schneller als zuvor. Gegen morge drehte der Wind mehr auf Süd und legte nochmals zu. Grossegel und Genua mussten eingeholt werden und nun ging die Fahrt unter Spinnaker mit satten 8 Knoten Richtung Marquesas. Die Fahrt verkürzte sich rapide auf 4 Stunden, wir würden also noch am Morgen in Fatu Hiva einlaufen können.
Bei ersten Licht des Tages wurden die schwachen Umrisse der Insel am Horizont sichtbar, die Bergspitzen noch verhüllt durch Wolken. Wir sahen Land !!!
Es wird dann allerdings doch Nachmittag, bis wir auf Fatu Hiva eintreffen. Wir sind nun also in der Suedsee, im Paradies angekopmmen. Mal sehen... |
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| Isabela |
22.May.2002 |
| Auch nach 15 Tagen auf See sind wir noch unterwegs. Nachdem der Passat zwei Wochen lang recht zuverlässig geweht hat, herrscht nun Flaute. Der Spinnaker fällt häufig ein, wir entschliessen und ihn einzurollen. Die Sonne brennt heiss vom Himmel, was ohne ein Windhauch noch heisser zu sein scheint. Die Besatzung liegt träge herum.
Plan 1 für den Tag der Flaute wird in Angriff genommen: Tauchen. Nachdem der Tauchkompresssor seine Dosis Zuneigung bekommen hat (alles auseinander nehmen und wieder zusammenbauen, fluchen, haareraufen) und die Tauchflaschen aufgefüllt sind, geht s am Anker runter auf 20 Meter. Das Meer ist absolut klar, die Sicht ist einmalig. Bloss zu sehen ist nichts, mal abgesehen von ein paar kleinen Fischchen. Wir freuen uns mal wieder ins Wasser zu gehen. Eine herrliche Erfrischung bei diesen Wetterbedingungen.
Unter Motor fahren wir langsam weiter, 350 Seemeilen to go. |
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| Isabela |
07.May.2002 |
| Die Saliara startet zur grossen Überfahrt. Das Wetter ist sonnig, es ist angenehm warm. Eine flaue Brise weht aus Südost. Vor uns liegen 2900sm (4250km) Fahrt über den grössten Ozean der Erde.
Die Stimmung an Bord ist ausgesprochen gut. Kaum jemand ist nervös. Nach der langen Wartezeit auf den Galapagos wird es nun allmählich Zeit. Wir nehmen die Strecke in Angriff. Alle Vorräte sind gefüllt, das Schiff bis obenhin gefüllt mit Bananen, Maracujas, Ananas und Grapefruits. Die Reise dürfte etwa 3 Wochen dauern, bei guten Wetterbedingungen.
Eigentlich hätte die gesamte Besatzung ein flaues Gefühl in der Magengegend erwartet, aber keine Spur davon ist zu spüren.
Die Insel Isabella ist noch eine Weile zu sehen, wird kleiner und kleiner bevor sie am Horizont verschwindet. Nun werden wir eine ganze Zeit lang kein Land mehr sehen. Die grosse Uberfahrt hat begonnen. |
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