Kapitel
Specials
|
 |
 |
|
|
|
 |
| Tschau tschau Mopelia |
02.Jul.2003 |
| Wir sind nun also doch weggefahren. Das Meer ist ziemlich rauh, daru
m gibts heute keinen langen Bericht. Wir laufen mit halbem Wind etwa 9-10 k
n, kommen also gut voran. |
|
 |
|
|
 |
|
 |
 |
| Kälteschock |
01.Jul.2003 |
| Wo sind wir da eigentlich hingekommen? Es ist richtig kalt geworden,
jeden Abend ziehe ich mir jetzt einen Pullover an und am Morgen ist es ric
htig frisch. Wir suchen am Horizont schon nach den ersten Eisbergen...
Heute wollten wir wegfahren, aber bei diesem Sauwetter gehen wir nicht raus
. Wir basteln ein wenig am Schiff rum, checken die Motoren, machen Oelwechs
el. Dazwischen spielen wir mit den Polynesiern Schach. Lutz von der Cobra v
ersucht, den Propeller von Lionel zu reparieren und kriegt das auch ganz gu
t hin. Jedenfalls ist er ganz stolz auf sein Werk. Am Nachmittag bin ich mi
t Keta zum Fischen gefahren, mit der Leine, weil wir Beide keine Lust haben
, bei diesen Temperaturen mit der Harpune zu fischen. Aber es ist schwierig
, die Haie sind sofort da und fressen die gefangenen Fische von der Leine w
eg. Wir bringen ganze 3 Fische rein und verlieren daneben alle unsere Haken
. |
|
 |
|
|
 |
|
 |
 |
| Rettungsaktion |
30.Jun.2003 |
| Gestern Sonntag kam die Miss Milla aus Maupiti hier an und wollte du
rch den Pass. Wir haben allerdings wegen dem starken Schwell einen ziemlich
hohen Wasserstand in der Lagune und damit auch enormen Strom im Pass. Miss
Milla ist ein kleines Schiff und hat nur einen 19 PS-Motor. Dass der nicht
mal richtig auf Touren kommt, hat mir Stefan auch erst nachher erzählt.
Jedenfalls erwischt er genau beim Pass eine hohe Welle und die wirft ihn Nu
ll Komma plötzlich aufs Riff. Wegen der starken Strömung ist er aber so
fort wieder frei und treibt zurück. Dort stellt er erst mal Wasser im Sch
iff fest und ruft uns natürlich sofort über Funk zu Hilfe. Wir organisi
eren schnell 2 Boote der Einheimischen und die 2 stärksten Beiboote und f
ahren die 4 sm zum Pass. Bei Stefan an Bord stellen wir erst mal fest, dass
wahrscheinlich kein grosser Schaden entstanden ist (Stefan hat inzwischen g
etaucht und sein Schiff untersucht). Das Wasser im Schiff war vermutlich vo
rher schon drin. Die Einheimischen können aber mit ihren kleinen Booten n
icht viel ausrichten. Die Wellen sind zu hoch und die Boote einfach zu schwe
r, um mit ihren 15 PS-Motoren zu ziehen. Sie müssen froh sein, wenn sie a
lleine rein kommen. So binde ich mein kleines Beiboot mit meinem 15er an di
e Seite der Miss Milla und wir versuchen, so durch die Wellen zu fahren. De
r erste Versuch misslingt, die Wellen sind einfach zu stark und wir werden
furchtbar hin und her geworfen, noch bevor wir bei der engsten Stelle sind.
Also lassen wir uns zurücktreiben und warten erst mal ab. Wir beobachten
lange die Wellen und die Strömung und es scheint wirklich so, dass es ab
und zu etwas ruhiger wird. Auch Keta, der mit zum Pass gekommen ist und ih
n sehr gut kennt, bestätigt uns das. Also wagen wir nach etwa 2 Stunden e
inen neuen Versuch, gehen unter Ketas Führung rechts neben der Hauptstr
ömung sehr nahe ans Riff und dann in den Pass hinein. Wir haben Glück, d
ass jetzt kein hoher Brecher kommt. Ein paarmal sind wir dann wieder sehr k
napp an der Kante und ich werde in meinem kleinen Boot von der rollenden Mi
ss Milla beinahe unters Wasser gedrückt. Aber wir schaffen es und sobald
wir die Brecher hinter uns haben, wird es ein Kinderspiel. Wir kommen zwar i
mmer noch ganz, ganz langsam gegen die Strömung voran, aber wir sind drin
und es ist nicht mehr gefährlich.
Heute haben wr die Miss Milla untersucht und es ist wirklich nichts ernstha
ftes passiert. Sie ist mit ihrem Eisenkiel aufs Riff geknallt und hat auch
am Ruder einen Schlag erwischt, aber sie hat eigentlich nur ein paar Schram
men. Glück gehabt. |
|
 |
|
|
 |
|
 |
 |
| Der Inselfrachter |
28.Jun.2003 |
| Gestern ist der Inselfrachter hier angekommen und hat eine ganze Men
ge Leute ausgespuckt auf der Insel. Alle wollen sie hierher kommen zum Fisc
hen und Langusten fangen. Aber das Wetter spielt überhaupt nicht mit, sei
t 2 Tagen haben wir wieder Regenwetter und es giesst zeitweise wie aus Küb
eln. Alle unsere Tanks sind randvoll gefüllt und eigentlich wären wir l
angsam reif, weiter zu segeln. Aber bei diesem Wetter...
Es sieht so aus, dass es wieder etwas besser wird, also werden wir wahrsche
inlich heute Abend nochmals eine Strandfete haben und dann vielleicht morge
n oder übermorgen dieses Paradies hier verlassen.
Der Frachter fährt heute nach Maupiti zurück und die Insel wird wieder
Ruhe haben bis zum nächsten Besuch in etwa zwei Monaten. |
|
 |
|
|
 |
|
 |
 |
| Nochmal Langusten |
25.Jun.2003 |
| In 2 Tagen kommt der kleine Inselfrachter von Maupiti hierher. Er ko
mmt etwa alle 2 Monate und das sind dann schlechte Zeiten für die Langust
en. Sie werden nämlich beim Kapitän des Frachters gegen Treibstoff eing
etauscht (die Reederei wirds freuen...) Also ist einige Tage vor der Ankunf
t jedermann auf Langustenfang. Nun, wir wollen zwar keinen Treibstoff, aber
ein feines Essen wäre auch nicht schlecht, also sind wir heute Abend wie
der mitgefahren. Warum eigentlcih nachts? Die Langusten sind tagsüber aus
serhalb der Lagune in etwa 30-40m Tiefe in den Korallenhöhlen versteckt.
Beim Einnachten kommen sie dann hoch, krabbeln über das Riffdach und gehe
n auf Nahrungssuche innnerhalb des Atolls. Also lauert man ihnen so nahe wi
e möglich am Aussenriff auf. Heute stand allerdings eine ziemliche starke
Brandung auf dem Riff und wir mussten uns öfter richtig festkrallen, um
nicht weggespült zu werden. Sowas ist ziemlich anstrengend, aber die Mü
he lohnt sich, morgen wird es wieder ein super Mittagessen geben, und nacht
s werden wohl nochmals einige Langusten dran glauben müssen. Ich selbst w
erde immer besser, aber die Polynesier fangen doch noch einiges mehr als wi
r Segler. |
|
 |
|
|
 |
|
 |
|  |