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Belize Citiy, Altun Ha 21.Mar.1999
Die Fahrt nach Belize City dauerte eine gute Stunde. Der Einfachheit halber fuhren wir unter Motor. Die Stadt Belize City, die grösste im Land, ist schäbig und schmutzig. Die Leute sind früh unterwegs. Ausser den Wassertaxis ist die Infrastruktur recht unterentwickelt. Es gibt kaum private Autos und nur ein paar Taxis. Um die alten Mayaruinen anzusehen sind keine Busse für die särlichen Touris vorhanden, also entschieden wir uns für die Fahrt per Taxi. Der Mann sollte mit uns die 20 Meilen nach Altun Ha fahren, ein paar Stunden abwarten und und dann pünktlich zum Abfahrtstermin an die Wassertaxi - Station fahren. So war es dann auch.Wir kurvten in der Stadt herum zur Ausfahrtsstrasse, der grössten des Landes, zweispurig. Hin und wieder waren Villen zu erkennen, oft arbeitete ein Gärtner vor dem Haus und teuerere Wagen standen in der Einfahrt, meist aber waren es sehr schäbige Behausungen. Die Dörfer bestehen aus weit verstreuten Häusern entlag der einzigen geteerten Hauptstrasse, welche das Land durchquert. Die Hauptstadt selbst wurde ins Landesinnere verlegt, zum Schutz vor den jährlich auftretenden Hurricanes. Die Strassen wurden immer enger bis schliesslich eine staubige Piste uns zu den Ruinen führte. Ein Souvenirhäuschen und ein paar Leute die herumsassen eröffnenten die Szenerie. Dahinter lagen ein paar heruntergekommene Tempel. Es war Mittag und die Sonne brannte heiss vom Himmel. Innerhalb der Stätte war kaum Schatten. Da leider nichts angeschrieben war, noch irgendwelche Führer herumstanden, waren wir zwar sehr beeindruckt, was die Mayas in den Busch bauten, die Geheimnisse warum, wie, was und wofür, blieben jedoch verborgen. Nach 2-3 Stunden fuhren wir mit dem schweigsamen Taxifahrer in seinem riesigen Amischlitten zurück in die Stadt und warteten auf die Fähre. Dieser Raid nach San Pedro war dafür umso beeindruckender; ein Speedboot mit 2x150 PS Vollgas die 25 Meilen dürchs Riff, phantastisch, ein Geschwindigkeitsrausch. Währenddessen war die Saliara teils unter Segeln, teils unter Motor schon unterwegs.Wir überholten sie kurz vor San Pedro. Sie hatten eine anstrengende Fahrt über flaches Wasser hinter sich gebracht und liefen vor der Insel ein.

 

 

 

Sapodillo Islands, Huntington Key 20.Mar.1999
Der Wind wehte nach wie vor aus NW, wo unser Tagesziel lag. Nach einer unruhigen Nacht, einem dubiosen Besuch eines "Hafenmeisters" um Mitternacht und der rauhen See, lief das Schiff unter Motor ca 20 sm zum Cabo Tres Puntas. Anschliessend kreuzten wir unter Segeln zum Huntigton Key auf. Die Region der Sapodillo Keys besteht aus flachem Wasser. Seeseitig geschützt durch das Barierer Riff. Kleine Inseln, kaum länger als 100m liegen verstreut dahinter. Die Inseln selbst zeigten noch deutlicher Spuren von "Mitch", den Hurrikan vom Vorjahr. Die Abfertigung fand auf der Saliara statt. Allerdings mit der Auflage, später an Land zu gehen, um die Immigration zu machen. Die Jungs vom Militärstützpunkt waren nur autorisiert, einen Teil der Prozedur provisorisch durchzuführen. Trotzdem kostete das ein paar US, was uns etwas störte, jedoch im Bereich des "Normalen" lag. Der Wetterbericht kündigte einen "Norder" mit kräftigem Wind an. Die Keys bieten keinen Schutz vor nördlichen Winden. Wir rekognoszierten einen Platz am Norende der Insel, wo drei weitere Boote vor Anker lagen. Der Platz würde eng werden. Wir beschlossen, ans Festland zu fahren. Placentia würde der einzige sichere Hafen in erreichbarer Distanz nordwärts sein. Zudem könnte man da in der Nähe die notwendigen Formalitäten erledigen. Somit war der Aufenthalt in den südlichen Keys von Belize von recht kurzer Dauer.

Robinson Key 20.Mar.1999
Weil die Zeit drängte, mussten wir Glovers Reef bald verlassen. Wir diskutierte ob der Weg in den Norden über s Lighthouse Reef oder aber über Belize City führen sollte. Der Wind kam aus 65°, was etwa der Richtung des Lighthouse Reef s entspricht. Zwar ist die Distanz recht gering, aber segelmässig spricht so ziemlich alles gegen Lighthouse Reef. Die Wahl fiel also zugunsten von Belize City aus. In dieser Richtung hatten wir eine lange, aber angenehme Reise vor uns, navigatorisch recht spannend. Unser Ziel lag vorerst viel weiter südlich. Weil der Wind aber so schön wehte und wir so gut vorwärts kamen, beschlossen wir einfach zu fahren, bis wir genug davon hatte. So fiel der Anker ein paar Meilen vor Belize City, bei einer Inselgruppe, die Robinson Key hiess und eigentlich auch ein paar Mangrovenfelsen bestand. Die Robinson Cays waren ein idealer Ankerplatz vor Belize City, das selbst keinen idealen Ankerplatz bot.

(South) Long Cocoa Cay - Little Water Cay 18.Mar.1999
Mittelfritig wollten wir auf die grossen Riff s hinaus, war der Wind aber nicht gerade begünstigte. Deshalb musste die Routenplanung in etwas kleineren Schritten vorgenommen werden. Little Warter Cay war gemäss Wind, Distanz und sonstigen, manchmal recht zufälligen Kriterien das Ziel. Oft entschieden wir einfach nach dem Bild auf der Karte oder dem Namen, was gar nicht so schlimm ist. Die meisten Inseln sehen sich recht ähnlich und Palmen hat sowieso auf jeder. Vor Little Warter Cay lagen wir jedenfalls gut. Das Wasser war blau und versprach einigen Spass beim Schnorcheln. Zuerst musste aber nicht der Propeller montiert werden. Bei einem Manöver war der alte verlorengegangen. Wir schnappten uns die Taucherausrüstung. Auf der Insel selbst war eifriges Treiben, ohne dass wir feststellen konnten, wer oder was da vor sich ging. Ich hielt es für eine Privatinsel und stellte mir vor, wie es der Besitzer schätzen würde, wenn plötzlich irgendwelche Leute an Land kämen. Schliesslich gingen wir doch. Bei Little Water Cay handelt es sich um ein Resort. Die Dimensionen sind vielleicht 200m lang und 100m breit. Drei Bungalows bieten Touristen Platz. Die Einrictung ist sehr konfortabel: eine Toilette wie man es sich in Europa gewöhnt ist, Lavabo und ein grosser Schlafraum. Alles in einer Holzkonstruktion aus Mahagoni. Recht romantisch muss ich zugeben. Die Insel wird von zwei Deutschen betrieben, die weitere zwei Deutsche als Hilfskräfte angestellt haben. Die Gäste kamen aus demselben Land. Ich weiss auch nicht wieso, aber mich erstaund es immer wieder, wenn man ein paar Tausend Kilometer entfernt diese Sprache hört. Die Leute waren nett und forderten uns auf, alles zu besichtigen. Schliesslich liehen wir ihnen noch etwas Diesel aus, damit sie den Generator betreiben konnten, bis der Nachschub vom Festland kam

Little Water Cay - Glovers Reef, Southwest Cays 17.Mar.1999
Die kurze Distanz zwischen Little Water Cay und Glovers Reef brachten wir relativ leicht hinter uns. Der Wind kam mit 15 kn aus NE. Die Ankunft am Riff ist sagenhaft. Zuerst sieht man lediglich ein paar Palmen der Southwest Cays, später erscheint ein feiner Streifen hellblaues Wasser, allmählich sieht man die Dünung am Aussenriff und schliesslich erscheint das Riff, mitten im Meer als hellblauer Fleck. Die Einfahrt ist in den Büchern klar beschrieben und kann eigentlich auch ohne Hilfsmittel leicht gefunden werden. Der Akergrund ist sandig, vereinzelt Gras oder Korallen. Das Wasser ist eigentlich recht trüb, am Aussenriff dafür umso klarer. Innerhalb liegt man recht ruhig. Auf der Insel gibt es einige Bungalows in der die Touristen hausen. Eine Bar ist im Aufbau. Vermutlich wird Southwest Cays mehrheitlich von Tagestouristen vom Festland besucht. In dieser Gegend recht häufig sind auch Kanufahrten, offensichtlich ein beliebter Part bei Aktivferien.

 

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