English
 
  Suchen
SALIARA Homepage Home Schiff Crew Gästebuch Kapitel Album Kontakt
Panama Kanal
 
PANAMA-KANAL 2002
30.März 2002
Die Karte für eine Übersicht. 05:30
Es ist Nacht. Die Schleusen von Gatum kommen in sichtweite. Aus der Distanz betrachtet sehen sie aus wie riesige, beleutetet Treppen.
Wir dürfen sozusagen als Zugabe für 550 $ noch mit und bekommen dafür einen Lotsen an Bord. Unser Pilot (links im Bild) zeigt uns, wie man ein Segelschiff am Steg festmacht. Die Crew, bestehend aus vier Leuten schaut interessiert zu.
Wir haben unsern Frachter verpasst und warten zusammen mit einer anderen Yacht auf den nächsten. Wärend der Wartezeit werden die beiden Yachten zusammengebunden. Unser Frachter ist aufgetaucht. Sogenannte TUG-Boats manövrieren das risige Schiff in die Schleuse. Ein Frachter in der Grösse der "Mandarin Moon" bezahlt für die Überfahrt etwa 80'000 $. Die "Mandarin Moon" ist in der Schleuse. Dort wird sie an den bereitstehenden Lokomiven festgemacht. Wenn alles klar ist, fahren wir hinterher. Die Saliara ist das grössere Schiff und schleppt das kleinere mit.
Wir sind in der ersten Schleuse. Jetzt wird es spannend. Sind wir gut genug ausgerüstet ? Wir werden mit dem TUG-Boat vertäut. Die Tore der Schleuse schliessen sich. und das Wasser sprudelt hinein. Heftige Turbulenzen reissen an den sechs Leinen, die uns mit dem Schlepper verbinden. Wie von Geisterhand werden wir emporgehoben und, was noch viel wundersamer ist, der Riesenkahn vor uns auch. An die 10m pro Schleuse.
Nachdem wir zwei Stufen erkommen haben, kommt ein weiteres Teil in die Schleude, das uns wie eine Nussschale aussehen lässt. Zwei Schleusen sind geschafft. Der Kapitän ist erleichtert. Die letzte Schleuse vor dem See. Wir folgenden unserem Schlepper. Langsam haben wir die Sache mit den Leinen auch im Griff.
Der Gatun See liegt vor uns. Hier handelt es sich um einen Stausse mit einer Fläche von ca 260 Quadratkilometer. Er liegt gut 105 Fuss über dem Meeresspiegel. Die Länge der Strecke, die wir nun zu fahren haben liegt bei etwa 25 Meilen. Bei rund 6 Knoten Fahrt, können wir etwas 4 Stunden Frühstücken. Saul erklärt alles rund um den Kanal. Wir erklären ihm wir man Knoten macht. Ab und zu kreuzt uns ein Frachter, Als absolut hässlichstes Schiff haben wir den abhebildeten Hyundai Frachter gewählt. Dennoch lässt er uns mühelos stehen und fegt mit 15 Knoten übers Wasser. Bei diesen Schiffen handelt es sich um gewaltige Stahlkolosse. Man sieht kaum einen Menschen an Bord.
Der See ist sozusagen Naturschutzgebiet. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des Kanals für Panama will man ohnehin keine Bevölkerung und damit irgendwelche Risiken in der Nähe des Kanals haben. Wer sich nähert, hat mit drastischen Strafen zu rechnen. Zeitweise kommt Wind auf. Der Pilot erlaubt uns, das Vorsegel zu setzen. Der Mann will diesen Trip so schnell als möglich hinter sich bringen. Und wir wollen ihn so schnell wie möglich loswerden oder einfach den Pazifik erreichen. Unseren Kollegen aus der Schleuse sehen wir fortan nur noch von hinten. Unter Maschine hängt er die Saliara locker ab.
Wieder so ein Koloss, der vorbeizieht. Einige Schiffen schaukeln die Saliara tüchtig durch, andere wie das hier machen kaum Wellen. Vor zwei Wochen hat es in der Enge von Gaiilard einen Zusammenstoss gegeben. Der Frachter sieht aus tatsächlich recht ramponiert aus, aber offenbar besteht noch Hoffnung... Der "Gaillard Cut" ist die engste Stelle im Kanal. Früher durfte diese Stelle nur im Einbahnverkehr durchquert werden. Man beachte die abgetragenen Berge.
Wir erreichen die Schleusen von "Pedro Miguel", die erste auf dem Abstieg in den Pazifik. Diesemal werden wir VOR den Frachter plaziert. Auch diesmal ist es die "Mandarin Moon" unseren alten Bekannten vom Atlantik. Die zweite Schleuse namens "Miraflores" liegt am Ende des gleinamigen Sees. Noch zwei Stufen bis zum Pazifik. Die Spannung des Tages löst sich langsam. Und die letzte Schleuse öffnet sich auch noch, wir sind praktisch da. Streng genommen gehört das hier noch zum Kanal. Uns ist trotzdem nach feiern zumute.
... eben ja. Jacques ist ein alter Routinier und nimmt die Sache gelassener. Der Skipper hingegen freut sich ...geschafft.
Die Brücke ist das Tor zum hinteren Teil der Weltkugel. Wir betrachten es als Start einer spannenden Reise ... Sie ist hoch und eindrücklich. Die Panamesen sind mit Recht stolz auf dieses Wahrzeichen ihrer Stadt, Panama City ist mit Colon auf der anderen Seite des Kanals nicht zu verwechseln. Hier handelt es sich wohl um das Miami der Karibik. Eine Handelsmetropole mitten im Kontinent. Das kann man förmlich riechen.
   
17:30
Erste Aktion, nachdem der Anker fest im Grund verankert liegt. Wer ihn kennt wundert sich auch nicht.
Unsere erste Etappe ist geschafft. An diesem Tag hat es kleinere und grössere Pannen und Probleme gegeben. Wir hatten gute Erlebnisse und unangenehme Begegnungen. Trotzdem oder gerade deshalb ist und bleibt eine Kanaldurchquerung ein einmaliger Trip.
 
Links
- Home
 
Weitere Links:
- Homepage Panama
- Kanal
 
 
       
 

Back to top